Beiträge von Wankelmut

    Wuslbande erstmal lieben dank für deine antwort! :)
    Das, was nötig ist, befolge ich ja auch - es heißt, dass kein THC nachgewiesen werden darf, andernfalls müsste ich in die Entgiftung

    Das Problem ist, dass es noch andere Substanzmittel gibt, die mich gefährden. Ihc habe für mich entschlossen mal morgen da anzurufen und nachzufragen :)

    Bevor der Therapieplatz angefragt wird, muss der Antrag leider erstmal durch alle möglichen Kassen gewunken werden...das dauert :( Aber ich habe einen Anspruch aufs Eilverfahren, vielleicht komme ich schneller rein, da subjektiv empfunden eine starke Dringlichkeit besteht.


    Über weitere Erfahrungen/ansichten würde ich mich auch noch freuen

    Dir alles liebe Wuslbande <3

    Hey ihr Lieben,

    da ich nicht weiß, wo ich mich sonst auslassen kann, eröffne ich hier diesen Thread.

    Zunächst einmal: sehr sehr schade,dass das Forum schließt! :( Aber auch absolut verständlich. Vielen dank Für die Mühe und die Arbeit, die dahintersteckt!


    Also, ich habe seit kurzer Zeit meinen vollständigen Reha-Antrag rausgesendet, in meiner gewählten Klinik geht es um Essstörung und Sucht (natürlich u.a. auch in Bezug auf Persönlichkeitsstörungen)

    Nun ist es so, dass ich nie _stoffgebunden_ abhängig war, sondern von Droge zu Droge springe, bevor es weiter ernst wird.

    Bei mir hieß es immer riskante SuchtANFÄLLIGKEIT.

    Das weiß die Wunschklinik auch und deswegen will ich dahin.


    Was mich extrem aufregt und sauer macht: Ich muss vor Therapieantritt frei von THC sein, heißt, dass das nicht mehr nachgewiesen werden darf, ehe ich rein kann.


    Deswegen habe ich seit dem 29.1 eigenwillig aufgehört (Habe ein einziges mal danach mal bei Freunden gezogen, aber nichts krasses)

    Was mich so stört ist, dass ich seitdem keine weniger harmlosen Ausweichmöglichkeiten als Gras finde und sogar vermehrt auf Chemische Drogen zurückgreife, aber vor allem seeeeehr regelmäßig Alkohol trinke.

    Soll ich jetzt als handfeste Alkoholikerin da rein, oder was?

    Ich weiß, dass genereller Substanzmissbrauch absolut nicht empfehlenswert ist, ich weiß mir aber oft nicht anders zu helfen, daher auch der stationäre Therapiewunsch. Das kann jedoch noch gut 2-3 Monate dauern und bis dahin bin ich bestimmt schon richtig körperlich abhängig. Ich fand kiffen niemals so schlimm wie alles andere, was ich jetzt konsumiere.

    Bin echt verzweifelt und ratlos. :( Was kann man da tun?



    Schonmal lieben dank fürs lesen und Zeit nehmen

    Erstmal einen schönen guten morgen! Wollte mich erstmal bei euch dreien Dirla , believe und Godzilla Schmetterengel bedanken! Eure Worte haben mir dabei geholfen,

    erneut zu versuchen, da raus zu kommen. Fühle mich heute viel fähiger und versuche einen roten Faden in meinen Tag zu bringen :) danke!

    Immer wenn etwas schlimmes bei mir oder meinen Geschwistern (Kindheit und Jugend) passierte, saßen meine Eltern Handlungsunfähig da und versanken in der Frage, was sie falsch gemacht haben, wo ihre Fehler waren, was sie hätten anders tun müssen. Sie litten vor Selbstvorwürfe und ließen uns wieder und wieder in den größten Nöten (sexuelle und körperliche Übergriffe) im Stich. Es gab niemanden, der für uns dann kämpfte, der für uns stark war, der uns verteidigte, der für uns einstand, hinter dem wir uns verstecken konnten, der uns Mut zusprach, dagegen anzugehen

    Erstmal tut es irgendwie weh zu lesen, dass Ihr als Kinder in so einer schweren Notlage allein gelassen wurdet. Das war bestimmt nicht leicht!

    Jetzt, wo du es sagst - stimmt! Bei mir war das auch so, dass meine Mutter sich für alles vorwürfe gemacht hat und immer krank war .- vielleicht habe auch ich das adaptiert?

    Ich komme auch aus einer Unterschichtsfamilie, wo "Wir sind nichts, wir werden nichts, wir schaffen nichts!" Der Leitspruch war. Ich hab als erste versucht auszubrechen, als erste studiert etc, aber letzten endes wurd ich auch wieder auf den Boden der Tatsachen gezogen und bekomme nichts hin. (was ich ändern will, nichts ist in Stein gemeißelt!)

    Sorry, dass ich immer so weit aushole. Wenn ich mal am Thema vorbeirutsche bitte sagen. Das passiert mir manchmal.

    Gar kein Thema! Wie du merkst, mache ich das auch. :D Ich finde es voll schön, dass ich dich dadurch auch zum Nachdenken anregen konnte und selbst davon zehre!

    Weißt Du warum Du Dich zerstören möchtest? Das ist eine schwierige Frage. Ich hab 25 Jahre gebraucht die Frage zu beantworten.

    Ich hab ein bisschen Angst, dass da schlummernde Traumata hinterstecken.

    Bewusst weiß ich, dass ich mir zB die Ausbrüch:winke:e ggü. Freunden nicht verzeihe und von 16-19 exzessiv und hochriskant promiskuitiv war. Ich kann das nicht mehr rückgängig machen und schäme mich dafür

    Das geht mir dann immer durch den Kopf wenn ich in alte Muster zurück falle. Es hilft mir gnädiger mit mir selbst zu sein.

    Das ist echt schön! Man muss dagegen ankämpfen!

    Übrigens fand ich die Ausführungen von believe echt klasse. Du hast es super gut beschrieben mit der "Fress-Sucht".

    Finde ich auch!!! :)


    und wollte mich bei Dirla entschuldigen nicht drauf eingegangen zu sein, mir hat dein Text natürlich auch total geholfen und auch der Fakt, dass du dir alleine die Zeit genommen hast :)



    Wünsche euch allen einen schönen und erfolgreichen Tag! :love:knudd:

    Hey Leute, also erstmal ein riesengroßes Danke für eure Antworten, es hilft mir tatsächlich sehr. Ich versuche, auf alles einzugehen :)

    Dann gab es nochmal vor 7 Jahren eine Phase, in der ich zur Flasche griff. Ein guter Freund hat mir, dann von seiner Erfahrung mit einer Alkoholsüchtigen, mit der er zusammen war, erzählt. Zusätzlich hatte ich zu dem Zeitpunkt Studien gesehen, das Alkohol nachweislich irreparabel Schäden im Gehirn hinterlässt. Also macht sich jeder Alkoholiker selber dauerhaft behindert. Schau Dir Alkoholiker an. Die sehen so aus als blieben sie dauerhaft zwischen dem Rausch und des furchtbaren erwachen hängen.

    Godzilla Schmetterengel DasDing bei mir ist, dass ich das gut fände, was total krank ist von mir. Mir sagen immer die Leute, ich solle nicht so viel rauchen,weil ich dann die Konsequenzen zu tragen habe, ich denke mir,dass es wirklich gut wäre, damit ich wenigstens nicht durch Suizid umkomme (Nochmal,tut mir echt leid das hier so offen anzusprechen)
    Wenn ich jetzt eine schwere Krankheit bekäme hätte ich mega Angst, aber im Grunde bringt es mich dem Ziel näher., Auch habe ich in guten Phasen meinen Lebenswillen reflektiert - kaum existent.

    Glaubst Du wirklich, nur weil du dein Körper Deinem Umfeld lässt, wäre das kein Suizid? Ist das nicht ein geistlicher Suizid? Glaubst Du wirklich, dass Dein Umfeld das nicht mitbekommt? Außerdem lässt Du Dein Geist sogar unkontrolliert durch den Rausch bei Ihnen?

    Glaubst Du wirklich das es für Dein Umfeld leichter wäre, wenn Du eine Alkoholleiche bist, die vor sich hin vegetiert?

    Ja, ich fände es auch nicht so ehrenhaft, so einen Tod zu leben. Ich möchte auch wirklich kein schwerer Alkoholiker werden, ich finde das auch selbst für mich zu schlimm..

    Ich fühle mich in schwer depressiven Phasen wie in einer Psychose - mein ganzer Blick ist verzerrt und ich denke sogar, dass meine engen Freunde mir die Freundschaft vorheucheln.

    Hier wütet einfach ein kaum aufhaltbarer Sturm.. :(
    Ich verstehe total, wenn das die Lesenden irgendwie sauer macht, ich fühle mich irgendwie amAbrgund. Aber das darüber reden hilft mir enorm.


    PS: kannst sehr stolz sein, dass du die Kraft besitzt, dich fortwährend dieser Sucht zu entziehen. Das finde ich wirklich toll. Und nochmal danke für deine Antwort!"

    Wie uch mit den Schwankungen umgehe? Wohl bemerkt das ist jetzt mein weg. Ich habe akzeptiert, dass ich eine bipolare affektive Störung habe und wenn ich zurück blicke, sehe ich, das vieles davon nicht "Ich" selber war. Nur helfen Medikamente in der Mitte zu bleiben.

    Ich frage mich- wann ist man sich sicher, ob das einem selbst entspringt oder diesen Gefühlswallungen? Ich fühle mich massiv von Emotionen geleitet und bin mir selbst eine riesen Gefahr. Ich hoffe, dass die stationäre Therapie hilfreich ist, ich bin auch offen dafür, Frieden mit mir zu schließen

    Und dann kommt immer wieder ein Punkt an dem ich mich selbst boykottiere. Natürlich ist es ein Stück weit eine Frage der Disziplin, aber aus meiner Sicht eben viel mehr. Ich schwanke bei einem "Ausrutscher" dann sofort wieder ins andere extrem.

    believe Ich empfinde das meist gar nicht als disziplinlosigkeit, irgendwie ist von heut auf morgen meine gesamte Grundhaltung anders konstituiert. Ich nehme auch aus falschen Gründen ab. (Man soll mich lieben) Und dann wache ich auf und will mich einfach nur selbst betäuben und, wie du es auch sagst, boykottieren. Ich hab oft nichtmal Appetit darauf. Ich rauche grade kein Gras mehr, weil das nicht nachweisbar sein darf, wenn ich die Therapie antrete. Seitdem esse und trinke ich viel mehr...


    Hast du vielleicht engmaschige Therapieerfahrung? Ich weiß halt erst seit einem Jahr darum und hatte bisher 10 Wochen Tagesklinik, 1 W stationär und sonst Suchtberatung mit meiner Therapeutin. Hat auch alles total geholfen, vorher war das noch schlimmer

    mehr Abstand zur Außenwelt zu bekommen (meinen Schutzpanzer zu vergrößern).

    Das verstehe ich total! Ist ein ewiges Hin und Her..

    Ansonsten würde ich sagen, sollte man sich von dem Begriff "normal" verabschieden. Denn was ist normal?! Jeder wird das anders definieren... und selbst wenn zig Menschen etwas für normal halten, heißt es nicht, dass das für dich passt und auch richtig ist.

    Auch da hast du Recht. Eigentlich finde ich auch niemanden normal, da jeder einzigartig ist auf seine Weise. Ich bin nur zu mir schlecht, - nicht die anderen sind normgerecht,sondern ich einfach krank. < Das ist kein guter Ansatz, das weiß ich. Es spiegelt meine Selbstsicht,die ich hoffentlich nach und nach ablegen kann.. Darüber werde ich jedoch jetzt schon anfangen, nachzudenken. danke dir:)

    Die stationäre Therapie in die du gehst, ist die ganzheitlich oder nur auf dein Essverhalten bezogen? Wann kannst du dort hin?

    Ja, es ist ganzheitlich. Dort wissen die Leute, dass es so viele Leute gibt, die nicht stoffgebunden abhängig, sondern Suchtanfällig sind und von Droge zu Droge springen, bevor es wirklich heiß wird. Als ich da angerufen habe,meinten die, dass da mindestens 50% Borderliner sind, sie seien wohl vertraut mit dem Thema und meinten auch, dass ich gut hinpasse. Bei meiner Konstellation von Persönlichkeits- und Esstörung + Sucht komme ich im Eilverfahren rein.Ich denke, so in 2 Monaten ist alles geschaft.

    Ich schicke dir ganz viel Kraft!

    Ich euch auch! Danke für eure Zeit, das bedeutet mir echt was. :love

    Hallo,

    ich schreibe hier, weil ich ziemlich ratlos bin. Aus subjektiver Sicht denke ich irgendwie, dass hier nicht so oft über die wirklich akuten, verzweifelten und aggressiven Zustände berichtet wird, die wahrscheinlich viele von uns begleiten. (Kann auch an minderer Aktivität meinerseits liegen)


    Zunächst einmal fände ich es sehr schön, wenn jemand diesbezüglich antworten könnte, ich habe hier schonmal ein Thema aufgemacht und es hatte mich sehr sehr traurig gestimmt, dass dieses auf null Resonanz gestoßen ist.


    Mein Problem:

    Ich leide, denke ich, unter einer Esstörung, die sich abwechselt von Binge-Eating zu Fastenzeiten. (Gehe bald ein halbes Jahr in stationäre Therapie.)

    Manchmal bin ich echt verbissen und will unbedingt abnehmen (auf aggressive Weise, bei sehr starkem Selbsthass kann es auch zu Erbrechen kommen, jedoch nur,um mir wehzutun)

    Dann gibt es wieder Tage, an denen ich mir auf andere Weise ein Feind bin: ich gehe aktiv gegen meine Ziele vor und Fresse ohne Ende, nehme zu, dann wieder ab.Kann passieren, dass ich innerhalb einer Woche extrem mit dem Gewicht schwanke.


    WIE GEHT IHR DAMIT UM? Wie schafft man es, normal zu sein?

    Auch trinke und rauche ich viel, da ich mir einfach denke, dass eine daraus folgende Krankheit für mein Umfeld leichter zu tragen ist, als Suizid. Ich möchte wirklich betonen,dass ich niemanden beeinflussen will und mir meiner Notlage bewusst bin,weswegen ich derweil aktiv daran arbeite, einen Therapieplatz für Essstörung und Sucht zu erhalten.

    Es ist an sich keine Sucht (das sagen viele Süchtige); sondern aktive Selbstzerstörung.Dann gibt es wieder Tage, an denen ich gesund esse, Yoga mache, mich sozialisiere.



    Mich macht dieses Hin und Her unendlich verzweifelt. Kennt vielleicht jemand ähnliche Zustände und weiß, damit umzugehen?
    Alleine Verständnis würde mir,denke ich,helfen.



    Falls ichmit diesem Beitrag über Grenzen geschritten bin,tut es mir sehr leid. Es ist nur momenten ein ungefälschtes, authentisches Absicht meiner Selbst/verzweiflung.

    Eine Antwort wäre wirklich schön.

    Alles liebe